PG Don Bosco

Auf dieser Seite und unter www.katholisch-nes.de finden Sie immer wieder Impulse, liturgische Texte, Hausgottesdienste (auch für Familien) und Videos (Psalmen). Weitere Informationen zur aktuellen Situation in der Seelsorge gibt es hier.

Die Gemeinden gratulieren auch von Ferne ganz herzlich!

Am Freitag, 16. April, feierte Pater George im engsten Kreis einen Dankgottesdienst zu seinem 25-jährigen Priesterjubiläum.

Pfarrer Krefft hielt die Predigt, die hier auch abgedruckt ist.

Auch, wenn dieser Gottesdienst wegen des derzeitgen Verzichts auf öffentliche Präsenzgottesdienste nicht von den Gemeinden festlich mitgefeiert werden konnte, gratulieren natürlich alle Gläubigen unserer Pfarreiengemeinschaft ganz herzlich auch aus der Ferne zum Jubiläum und wünschen Gottes reichen Segen für das weitere Wirken von Pater George!

Wir hoffen alle, dass wir im Sommer eine öffentliche Feier nachholen können!

Psst - gerne weitersagen: Pater George wird dann auch 60 Jahre alt! :-) 

Alles Liebe, Pater George!

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Li: Pater James, Mitbruder aus Hanau -  Mitte: Pater George -  Re: Pfr. Krefft

 

Silbernen Priesterjubiläum von Pater George Kalathuparampil
(Predigt von Pfarrer Andreas Krefft zu diesem Anlass)

Lieber Pater George,

 Da wir beide uns schon ziemlich gut kennen und vertraut miteinander sind, weiß ich sehr wohl, dass ich mir von dir einen mächtigen Rüffel einholen würde, wenn ich dich in dieser Stunde in den Mittelpunkt stellen würde. Denn es geht in dieser Stunde und in dieser Eucharistiefeier ja nicht primär um dich oder gar darum, dich zu Ehren der Altäre zu erheben, sondern es geht vielmehr um den, der auch der Mittelpunkt deines Lebens ist und aus dem du lebst: Jesus Christus. Ich möchte vielmehr den Blick auf Gott lenken, der dir das Leben und die priesterliche Berufung geschenkt hat.

Gott ruft uns Menschen und von daher darf man auch einen Blick auf den Menschen werfen, den Gott anspricht und der ihm antwortet. Gott will in seiner Kirche ohne uns nichts bewirken – er hat es sich selbst ausgesucht, dass wir Menschen in seinem Namen handeln und wirken. Dieses Vertrauen hat er in uns hineingelegt, so wie er es in der Heilsgeschichte immer wieder mit Menschen getan hat.

Und so kann man dann auch nicht die Person, den Menschen George sehen ohne das, was und wie er ist, nämlich Ordensmann und Priester.

Man kann von einem Bankkaufmann sagen, dass er von 7.30 Uhr morgens bis 16.30 Uhr Banker ist und danach nur noch Privatmann; man kann von einer Friseurin sagen, dass sie von morgens 8.00 Uhr bis abends 18.00 Uhr Haare schneidet und frisiert und dann anschließend Feierabend hat und bis zum nächsten Morgen nichts mehr vom Betrieb wissen will.

Dies alles kann man von einem Ordenschristen und einem Priester nicht sagen, sondern hier liegt eine zutiefst andere Identifikation vor, die in einer engen Verbindung zu Jesus Christus besteht. Der Priester kann sein Priestersein während des Tages oder am Abend nicht einfach so ablegen wie der Polizist, der seine Uniform auszieht, sondern die Ordensfrau, der Ordensbruder, der Priester identifiziert sich mit seiner ganzen Existenz, 24 Stunden am Tag, mit dem, was er ist und was er versprochen hat, und mit dem, was er sein will.

Ja, diese Berufung ist Ganzhingabe, es ist ein Sich-Verschenken in der Liebe an Gott und die Menschen.

Wenn wir in das Leben von Pater George blicken, dann soll uns deutlich werden, wie und auf welche Weise Gott an uns Menschen handelt. Es ist faszinierend, wie Gott oftmals ganz leise in das Leben von uns Menschen eintritt und uns betört, uns lockt und wir diesem Lockruf ein Leben lang folgen.

Es ist dir, lieber George, in deiner Taufe und auch in deiner Priesterweihe vor 25 Jahren aufgetragen worden, dein Christ- und dein Priestersein zu leben, das Evangelium zu verkünden, die Sakramente zu spenden und Menschen zur Seite zu stehen.

Wer dich in deinem priesterlichen Dienst erlebt und dir begegnet, der wird sehr schnell feststellen, dass du dieses Programm nicht nur gedruckt, sondern mit Leben gefüllt hast. Du selber bist ganz und gar, radikal, d.h. von der Wurzel an, in der Tiefe deines Herzens mit deinem Leben und mit deiner Existenz von dieser Liebe zu Jesus Christus erfüllt und durchdrungen.

Einen solchen Dienst, deine ungezählten Aushilfen weit über die Grenzen deines Klosters hinaus sowie deinen Einsatz in der Ordensgemeinschaft von Franz von Sales und jahrelang in Deutschland, kann man nur tun, wenn man sich ganz hingibt, ja, wenn man sein Leben hingibt. Und dass dies alles auch Lebensglück, Lebenszufriedenheit, Freude und Sinnerfüllung schenkt, das zeigst du uns bis auf den heutigen Tag.

Wir brauchen heute in der Kirche keine Fachleute für Theologie mit Arbeitsverträgen und pastoralen Zuständigkeiten und für Nischenseelsorge. Was die Kirche unserer Tage braucht, das sind Menschen, Frauen und Männer, die ihr Leben geben, Zeuginnen und Zeugen der Auferstehung!

Du bist in deiner Berufung und in deinem Dienst hier in diesem Ordenshaus aufgeblüht, sonst hättest du sicherlich schon an einem oder an mehreren anderen Orten deinen priesterlichen Dienst versehen. Dein Ordensvater, der heilige Franz von Sales, hat recht gehabt, wenn er uns als Weisung gibt: „Blühe, wo du gepflanzt bist!“

Du bist in deinen Aufgaben und in deiner Sendung im wahrsten Sinne des Wortes aufgeblüht, es macht dir Freude, Priester und Seelsorger zu sein. Du hast die Lust am Leben und die Lust an Gott keineswegs verloren.

Deine umfassende Bildung, aber auch deine tiefe Frömmigkeit, und dein unermüdlicher Eifer verweisen auf das, was der heilige Franz von Sales für alle Berufsstände lehrt und was bis in diese Stunde hinein Gültigkeit hat: „Ich will keine fanatische, mürrische, melancholische, verärgerte und kopfhängerische Frömmigkeit, wohl aber eine sanftmütige, freundliche, angenehme, friedliche, mit einem Wort: eine ganz aufrichtige Frömmigkeit, die vor allem bei Gott, aber auch bei den Menschen Wohlgefallen findet.“

In diesem Sinne bist du in deinem Leben anspruchslos gewesen.

Die Feier der Eucharistie und das Gebet sind für dich die wahren Notwendigkeiten, die Grundpfeiler, woraus du lebst und arbeitest, die dein Freundschaftsverhältnis mit dem Herrn ausmachen. Und genau das ist es, was letztlich vor Gott zählt.

Danken wir ihm in dieser Stunde, aber auch, dass er uns Pater George geschenkt und ihn hierhergeführt hat, und bitten wir ihn aber auch gleichzeitig, dass er ihm noch viele gute, schöne, vor allem gesunde und lebendige Jahre schenken möge.

Lieber Pater George, herzlichen Glückwunsch zu deinem Silbernen Priesterjubiläum! Wir alle wünschen dir, was du dir selber wünschst, vor allem Gesundheit und Gottes Segen. Danke, dass du dich in den Dienst als Ordensmann und Priester hast stellen lassen; danke für deine Verlässlichkeit und Treue; danke für die Wegbegleitung so vieler, und für dein Vorbild; danke für all das, was du getan hast und tust. Lass dich weiterhin von der Liebe Christi drängen, damit Gott selber das gute Werk, das er in dir und mit dir begonnen hat, einmal vollenden möge.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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