PG Don Bosco
Als "Glockenersatz" ziehen die Kinder vor allem in den ländlichen Gegenden der Rhön mit ihren Rumpelkästen und Klappern durch die Dörfer. Nach Angaben von Kirchensprechern gehört dieser überlieferte Brauch zu den "Zeichen der Trauer" über das Leiden und den Tod Christi bis zur Osternacht.

Der „Job", den die Kinder – teilweise erst 5 Jahre alt – verrichten, ist hart. So beginnen sie Ihren Dienst bereits am Gründonnerstag Abend. Früh aufstehen heißt es am Karfreitag und Karsamstag für den Ruf zum ersten Angelusgebet um 6 Uhr. Für den Engel des Herrn um 12 und um 18 Uhr klappern sie ebenso wie für alle Gottesdienste dazwischen. Die Aufgabe endet erst mit dem Ruf zur Feier der Osternacht Samstag Abend.

Übrigens: eine etwas volkstümliche Deutung für die Klapperer ist, dass an den Tagen vor Ostern die Glocken "zur Osterbeichte nach Rom" geflogen seien.

Für ihren anstrengenden Dienst in der Zeit zwischen Gründonnerstag und Samstag Abend haben sich die Kinder eine Belohnung mehr als verdient. Früher waren ihr Lohn vor allem die Klappereier, die in den Häusern gesammelt wurden. Heute sind es überwiegend Süßgkeiten und auch schon mal ein finanzieller Opolus, der den Kindern die Arbeit versüßt.

Das gerechte Verteilen der Geschenke ist ebenso Aufgabe der Klapperbosse wie das für Ordnung sorgen. Und das ist nicht immer eine leichte Aufgabe.

Vielen Dank, dass Ihr Euch für diesen schönen Brauch zur Verfügung stellt.

 

 

 

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