PG Don Bosco
Überraschend, modern, spannend: Ein neuer Zugang zum Evangelium - Unser „Markusgarten“ wurde feierlich eingeweiht.

Am Sonntag, 14.07.2019 feierte unsere Pfarreiengemeinschaft in Hohenroth mit vielen interessierten Menschen von nah und fern die Einweihung ihres „begehbaren Markusevangeliums“, des sogenannten „Markusgartens“. Mit einem gut besuchten Gottesdienst in der Pfarrkirche, in dem Past.Ref. Klug die Geschichte des Gartens und seine Grundanlage erläuterte, begannen die Eröffnungsfeierlichkeiten. In langer Prozession ging es anschließend mit der Musikkapelle Hohenroth, sowie weiteren Musikern aus der Pfarreiengemeinschaft an den Eingang „Hinterm Dorf“. Natürlich wurde wieder der Marsch „Don Bosco kommt wieder“ gespielt.

Am Eingang des Gartens fand dann die Segnungsfeier statt, geleitet durch Pfr. Krefft und Past.Ref. Klug. Auch Pater George und Diakon Dömling feierten mit. Zum Abschluss der Segnungsfeier sprachen Bürgermeister Straub und der stellvertretende Landrat Demar Grußworte und freuten sich mit über das gelungene Werk. Katja Simon, PGR-Vorsitzende in Hohenroth ergriff dann das Wort stellvertretend für alle beteiligten Gruppen. Sie skizzierte noch einmal den Werdegang aus Sicht der Gruppen und gab dem Garten ihre guten Wünsche mit auf den Weg. Der Kirchenpfleger von Hohenroth, Matthias Schöppner, erläuterte anschließend den baulichen Hintergrund und wies durchaus auch auf die hohen Kosten hin, die dieses Großprojekt verursachte, denn natürlich kam auch hier, wie bei fast allen Bauprojekten, eins zum anderen und die Anforderungen wurden stetig größer.

Der ehemalige Pfarrgarten hinter dem Pfarrhaus wurde ja in eineinhalbjähriger Arbeit komplett umgestaltet zu einem jetzt künstlerisch hochinteressanten und spirituell anregenden Gesamtkunstwerk. 12 Stationen - 12 Evangeliumsstellen - 12 mal Nachdenken über ihre Bedeutung für Christen der heutigen Zeit. „Ich habe mich schon in den Garten verliebt“, meinte Herr Schöppner, der die Entstehung täglich live mitverfolgte, „jedes Mal spricht mich etwas anderes an.“ Andere zogen ein erstes persönliches Fazit nach der Einweihung: „Einige Stationen haben mich nachdenklich gemacht.“ „Hier muss man in Ruhe herkommen.“ „Wir kommen wieder! Es ist wirklich gelungen.“

Ein einfaches „Bilderbuch“ für das älteste der Evangelien des NT ist der Markusgarten nicht, vielmehr sprechen die Stationen von dem, was uns die jeweiligen Bibelstellen sagen können. So werden wir eingeladen, auf Tafeln die Texte im Original zu lesen und dann die Kunstwerke auf uns wirken zu lassen. Was sich damit den Einzelnen erschließt, das wird individuell verschieden sein, denn die Stationen sind eine „Predigt ohne Worte“, ohne vorzuschreiben, was man zu denken hat, aber mit der Aufforderung, sich selbst einzubringen, weniger mit dem Kopf als mit „dem Bauch“ und dem Herzen die Botschaft Jesu in sich aufzunehmen.

In Zeiten leerer werdender Kirchen ist unser Markusgarten ein Ort der Evangelisierung „im Vorübergehen“, mit individueller Zeitplanung, immer offen, kostenlos und ohne Formen und Zwänge.

Mit der Eröffnung des Markusgartens wurden die Idee und der Herzenswunsch unseres verstorbenen Pfarrers Karl-Heinz Mergenthaler Wirklichkeit.

Wir erinnern uns noch, dass ihm zu dessen 60. Geburtstag die kirchlichen Gremien unserer fünf Gemeinden, die Kindertagesstätten St. Elisabeth Unterebersbach und das „Haus für Kinder“ Hohenroth, der Frauenbund Hohenroth, sowie die Fachschaft Religion des Rhöngymnasiums Bad Neustadt, das Versprechen schenkten, jeweils eine oder mehrere Stationen des Markusgartens zu gestalten. Wie groß war die Freude unseres Pfarrers darüber! Er suchte die Bibelstellen aus und machte einen Grobentwurf des Weges. Die Planung dieses Gartens setze in ihm Kräfte frei und motivierte ihn, gerade während der Zeit seiner immer schwerer werdenden Erkrankung. Dass er die Verwirklichung nun nicht mehr erleben konnte, erfüllt alle Gemeindemitglieder mit großem Bedauern.

Erste Ideen und Entwürfe der Stationen aber bekam Pfarrer Mergenthaler noch mit, denn bereits im Herbst 2017 begannen die Bibelgespräche mit Pastoralreferent Klug und die Gruppen machten erste Pläne, wie so eine Station wohl aussehen könnte.

Nach dem Tod von Pfr. Mergenthaler im Januar 2018 geriet die Planung zunächst einmal ins Stocken. Aber schon bald wurden die Vorbereitungsarbeiten wieder aufgenommen. Der Garten sollte das Vermächtnis des Verstorbenen werden. Alle Gruppen fühlten sich mehr denn je an ihr Versprechen gebunden.

So wurde der Garten schließlich durch die Landschaftsarchitektin Miriam Glanz aus Leutershausen geplant, das Gelände barrierefrei zugänglich gemacht, der Weg gepflastert, morsche Bäume gefällt, neue gepflanzt, eine Drainage gelegt und vieles mehr. Es wurde ein großes Projekt, in das viel Zeit, Arbeitskraft, Kreativität und auch viel Geld hineinflossen. Viele Menschen und Unternehmen spendeten dafür und auch in Zukunft wird der Garten von Spenden abhängig sein.

Doch es ist etwas entstanden, das seinesgleichen sucht: Ein „Anders-Ort“ der Verkündigung des Evangeliums - ganz aus dem Gefühl und Erleben der Menschen vor Ort heraus und bis auf eine Ausnahme auch ohne Hilfe von „Profi-Künstlern“.

Der Markusgarten wird sich, wie jeder Garten, noch verändern, wird sein Gesicht durch die wachsenden Pflanzen und die Witterungseinflüsse auf das Material der Stationen stetig wandeln. Er ist bestimmt mehr als nur einen Besuch wert und steht täglich offen. Alle Besucherinnen und Besucher sind herzlich Willkommen!  Führungen werden auf Wunsch für Gruppen angeboten. Anmeldung dazu beim kath. Pfarramt Hohenroth, Hauptstr.14 unter Tel 09771/ 2744 oder per Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Freundeskreis Markusgarten

Man kann nicht einen Skulpturengarten anlegen, ohne ihn zu erhalten und möglichst vielen zugänglich zu machen. Deshalb möchte die Pfarreiengemeinschaft einen „Freundeskreis Markusgarten“ gründen, der sich diesen Aufgaben verpflichtet weiß.

Am Montag, 22. Juli um 19.30 Uhr sind alle daran Interessierten herzlich ins Pfarrhaus Hohenroth eingeladen! Dieses Treffen ist völlig unverbindlich und dient dazu, zu sehen, wer Lust hätte sich mit welchem Zeitbudget und mit welcher Dienstleistung in den Garten einzubringen.

Folgende Aufgaben werden in Zukunft wichtig sein:

- Gießen der Pflanzen in den trockenen Zeiten

- Unkraut jäten, Pflanzen anbinden, Hecken beschneiden etc.

- Kleinere Reparaturen ausführen

- Führungen für Gruppen übernehmen

- Evtl. Kaffee und Kuchen für interessierte Gruppen im Anschluss an eine Führung anbieten

Niemand muss alles machen. Hier kann sich jede/r nach seinen/ihren Interessen einbringen. Je mehr sich beteiligen wollen, umso besser und einfacher wird das Ganze! Also: Überlegen Sie sich doch, ob und wie Sie sich ganz persönlich einbringen möchten! Wir freuen uns auf Sie - der Garten auch!

 

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