PG Don Bosco
Schon längere Zeit war die Ecke des Friedhofs, in der früher die Tafeln mit den Gefallenen der Weltkriege hingen, in einem trostlosen Zustand. Einigen Mitgliedern des Schützenvereins war dieser Zustand schon länger ein Dorn im Auge. Deshalb ergriffen sie die Initiative und gestalteten zunächst den Platz neu. Danach wurde das Grabmal gereinigt, imprägniert und auf den reparierten Sockel gesetzt. Auch das Kreuz auf dem Denkmal konnte durch eine anonyme Spende wieder in Stand gesetzt werden. Es war lange Jahre in der Kirche eingelagert und hat jetzt seinen ursprünglichen Platz wieder gefunden. Die Arbeiten wurden von den Mitgliedern des Vereins kostenlos durchgeführt. Dafür allein ein herzliches Vergelt`s Gott

Seit Jahren war die Ecke des Friedhofs, in der früher die Tafeln mit den Gefallenen der Weltkriege hingen, in einem trostlosen Zustand. Einigen Mitgliedern des Schützenvereins war dieser Zustand schon länger ein Dorn im Auge. Deshalb ergriffen sie die Initiative und gestalteten zunächst den Platz neu. Danach wurde das Grabmal gereinigt, imprägniert und auf den reparierten Sockel gesetzt. Auch das Kreuz auf dem Denkmal konnte durch eine anonyme Spende wieder in Stand gesetzt werden. Es war lange Jahre in der Kirche eingelagert und hat jetzt seinen ursprünglichen Platz wieder gefunden. Die Arbeiten wurden von den Mitgliedern des Vereins kostenlos durchgeführt. Dafür allein ein herzliches Vergelt`s Gott.

Inschriften auf Grabmal des Maximilian Schmitt

 

 vergrößern Pfarrei Burgwallbach

Zage nicht du leidend

Erdenkind.

Aus des Lebens dunkelim

Labyrinth

Hast du bald den Ausweg

ja gefunden.

Und dann heilen deine

Schmerzenswunden.

 

 

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Dieses Denkmal der Liebe

widmen dem Seligen seine

Freunde und Amtsbrüder

und seine tiefbetrübten

Verwandten.

 

 

 

 

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Wer den Herrn fürchtet, der zittert vor

Nichts und fürchtet sich nicht, denn er

ist seine Hoffnung.

 

 

Auf der Rückseite wird an einen weiteren Priester erinnert, der in Burgwallbach tätig war und hier beerdigt wurde. Allerdings ist die Inschrift vor allem in unteren Teil nicht mehr vollständig lesbar:

Hier ruht der hochwürdige Herr

Michael  Krug

geb. zu Miltenberg d., 3. Dec. 1801

seit dem 14. Juli 1837 Pfarrer zu

Burgwallbach……………….

…………………….

Pfarrer Maximilian Schmitt war von 1866 bis 1904, also fast 40 Jahre, als Seelsorger in Burgwallbach tätig. Bei seinem Amtsantritt soll er sehr erschrocken sein über die Armut, die sich ihm im Ort zeigte. Er war geistiger Rat und Dekan und einer der letzten Pfarrer, die noch die zur Pfarrei gehörende Landwirtschaft betrieben. Er lehrte der Burgwallbacher Bevölkerung den Umgang mit Kunstdünger und so konnten die Erträge des sandigen Bodens gesteigert werden. Darüber hinaus sorgte er für den Anbau von Obstbäumen und konnte so einen Teil der Not lindern.

Er wurde in Stalldorf einem Ortsteil von Riedenheim geboren. Stalldorf liegt 130 Kilometer von Burgwallbach entfernt südlich von Würzburg in der Nähe von Giebelstadt. In der Ortschronik von Stalldorf wird er als der bekannteste und originellste Pfarrer des Bistums in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts beschrieben. Seine Universitätszeit fiel in eine wild gärende Zeit. Max Schmitt gehörte zur Burschenschaft Germania. Ihr gehörten viele Theologen bei. Er soll ein guter Fechter gewesen sein, „ebenso eine gewandter Reiter, der in den Ferien die mutwilligsten Pferde mürbe gemacht hat. Dieser Sport bewahrte den Feuerkopf vor den Lastern der Jugend und machte ihn zäh und ausdauernd für seinen Beruf.“

Zum Priester wurde er am 12.7.1850 geweiht und feierte seine Primiz auf dem Käppele in Würzburg. Die Woche davor, vom 7.7.bis 14.7. war für Maximilian Schmitt eine heilige Woche, in der er durch heilige Askese und Gebet für die Taufgnade und die Priesterwürde dankte. Bemerkenswerter Weise fällt auch sein Sterbedatum am 7.7.1904 in diese Woche. Nach einigen Stellen als Kaplan und Pfarrer bekam er 1866 die Anweisung in die Pfarrei Burgwallbach. Für sie hatte sich wohl kein freiwilliger Bewerber gefunden. In Gehorsam nahm er die Pfarrei an und reichte danach nie mehr ein Bittgesuch für eine Versetzung ein.

In Burgwallbach versuchte er die viele kleine Bauern aus der Schuldknechtschaft zu befreien. Er löste mit seinem Gehalt Schuldscheine aus und kaufte kurzentschlossen zwei Höfe, die zertrümmert werden sollten. Allerdings machte Schmitt dabei selber Schulden, die sich um das Jahr 1872 auf 40.000 fl (Gulden) beliefen. Mit großem Fleiß und Sparsamkeit kam der Pfarrer im Laufe der Zeit über die finanziellen Engpässe hinweg. „Der Rhönpfarrer war sehr gastfreundlich bis zur letzten Flasche Wein im Keller, aber für sich und mit seinen Verwandten lebte er nicht besser als ein armer Rhönbauer“.

Neben seiner landwirtschaftlichen Arbeit war er auch ein unermüdlicher Seelsorger. Er sammelte in seiner Heimat, im Ochsenfurter Gau bei Bekannten und Verwandten Geld für den Neubau einer Kirche in der Filiale Windshausen. Aus eigener Kraft hat er alle Mittel zusammen bekommen und so konnte am 20.10.1889 die neue Kirche dem heiligen Bonifatius geweiht werden.   

Maximilian Schmitt war eine Kampfnatur. Er konnte nicht mit ansehen, dass der Liberalismus immer mehr Fuß fasste und trat in Wort und Schrift für die Kirche ein. Das tat er im fränkischen Volksblatt so heftig, dass ihm auf Betreiben der Regierung weitere Veröffentlichungen verboten wurden. Deshalb stand er in dieser Zeit unter der Aufsicht der Gendarmerie von Bischofsheim.

Pfarrer Schmitt war auch beim Predigen ein Original. Allerdings hatten seine Predigten einen Fehler: sie waren viel zu lang. Er predigte gerne auf dem Kreuzberg bei den großen Prozessionen im Sommer. Einmal hat er dort eine Predigt über die 14 Kreuzwegstationen gehalten, die zwei Stunden gedauert haben soll.

So mild Maximilan Schmitt zu seinen Mitmenschen war, so hart war er gegen sich selbst. Er duldete keine Polstermöbel in seinem Pfarrhaus und die, die ihn kannten, wagten es nie ihm einen gepolsterten Stuhl anzubieten. Auch lehnte er sich nie an die Lehne eines Stuhles an. Er führte immer ein Opferleben und hielt sich streng an die Verordnungen der Kirche. Stets ging er in der unbequemen Priesterkleidung in seine Filiale und trug bis an Lebensende Halbschuhe mit silbernen Schnallen. Auch war er der letzte Pfarrer, der die sogenannten Mosestäfelchen am Kragen trug.

Am 7.7.1904 abends um 8 Uhr starb Pfarrer Maximilian Schmitt in Burgwallbach an Altersschwäche und Herzlähmung, so die Diagnose des Arztes Dr. Blümm. Am Sonntag, den 10.7. wurde er nachmittags um 5 Uhr in unserem Friedhof vom Dekanatspfarrer Dr. Ackermann beerdigt. „ der Verstorbene war schon seit Oktober 1903 krank und dienstunfähig, wurde wegen früherer Erkrankungen schon oft versehen. Anima candida (reine, fleckenlose Seele)“. Sein Grab lag früher etwa in der Mitte des alten Friedhofs, direkt neben dem Hochkreuz.

Sein Grabmal soll die Erinnerung an einen Pfarrer aufrecht erhalten, der sehr viel Gutes für unseren Ort und seine Menschen getan hat.

 

 

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