PG Don Bosco

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…so wird bei Katholiken und Protestanten der vierte Sonntag der Fastenzeit genannt. Ist das derzeit denn passend? Sollte man ihn im Moment nicht lieber „Sei vorsichtig!“ nennen? Nein, liebe Leute, wir werden ihn nicht umbenennen – gerade jetzt erst recht nicht!

An diesem Sonntag schauen wir nämlich schon auf das Osterfest voraus. Der größere Teil der Fastenzeit liegt hinter uns, die Auferstehung Jesu wirft sozusagen ihre Freudenstrahlen vor sich her. Mitten in den eher herben 40 Bußtagen heben wir den Kopf und blinzeln in ein Licht, das unaufhaltsam auf uns zukommt. Das ist die Stärke des Glaubens: mitten im Dunkel schon das Licht sehen, mitten in schlimmen Situationen schon den Ausweg sehen, niemals aufgeben, niemals sagen: „Es wird alles schief gehen“. Vor 2500 Jahren rief mitten in der zerstörten Stadt Jerusalem ein Prophet: „Freut euch mit Jerusalem! Jubelt in der Stadt, alle, die ihr sie liebt. Seid fröhlich mit ihr, alle, die ihr über sie traurig wart!“ Die ersten beiden Worte sind der Anfangsvers der Liturgie des vierten Fastensonntags geworden. Sie sollen Mut machen und zeigen: Verzweiflung ist keine Option! Das Heil kommt! Man weiß nicht genau, wer folgenden Satz zuerst sagte, aber er ist wie eine Zusammenfassung der Hoffnung des Glaubens: „Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende.“ Was könnten wir uns in diesen Zeiten der Pandemie, der Unsicherheit und Angst Besseres zurufen?! Also: „Freu dich – du bist nicht allein!“

Christian Klug

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