PG Don Bosco

+++ Die aktuellen kirchlichen Nachrichten ab Juni 2020 finden sie HIER zum download. +++

Auf dieser Seite und unter www.katholisch-nes.de finden Sie immer wieder Impulse, liturgische Texte, Hausgottesdienste (auch für Familien) und Videos (Psalmen). Weitere Informationen zur aktuellen Situation in der Seelsorge gibt es hier.

AUS DEM HL. EVANGELIUM NACH JOHANNES
Am Abend dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden bei verschlossenen Türen beisammen waren, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: “Friede sei mit euch!” Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite.

Da freuten sich die Jünger, als sie den Herrn sahen. Jesus sagte noch einmal zu ihnen: “Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.” Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sagte zu ihnen: “Empfangt den Heiligen Geist! Denen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; denen ihr sie behaltet, sind sie behalten.”
Thomas, der Didymus genannt wurde, einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Die anderen Jünger sagten zu ihm: “Wir haben den Herrn gesehen.” Er entgegnete ihnen: “Wenn ich nicht das Mal der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in das Mal der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht.”
Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder drinnen versammelt und Thomas war dabei. Da kam Jesus bei verschlossenen Türen, trat in ihre Mitte und sagte: “Friede sei mit euch!” Dann sagte er zu Thomas: “Streck deinen Finger hierher aus und sieh meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!” Thomas antwortete und sagte zu ihm: “Mein Herr und mein Gott!” Jesus sagte zu ihm: “Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.”

 

Impuls

Jesus kommt durch die verschlossenen Türen der Jünger hindurch und bringt ihnen den Frieden.
Jesus macht seinen Jüngern, die ihn am Karfreitag verraten und verlassen hatten, keine Vorwürfe, sondern schenkt ihnen den Friedensgruß. Friede bedeutet: ein mit Gott versöhntes Leben.

Dann haucht Jesus sie an – und er beschenkt sie damit weiter: Mit seinem Geist. Und das heißt: Er beschenkt sie mit Leben, mit seinem Leben! Und dazu gehört die Bereitschaft, zu verzeihen und zu vergeben. Wer dazu nicht bereit ist, der verschließt Türen.

Thomas ist nicht dabei. Aber er will wissen, was geschehen ist. Thomas ist ein Mensch mit Fragen und Zweifeln. Aber einer, der nicht weg geht, sondern dran bleibt. Er gibt keine Ruhe, bis er glauben kann.
Und ich wünsche mir ganz viele solcher Menschen. Menschen, die Interesse haben an Gott, die sich erkundigen und fragen, Menschen, die das Glauben lernen wollen – und die sich auch überraschen lassen können, wenn Gott tatsächlich anders ist als sie es für möglich gehalten haben.

Und ich wünsche mir auch eine Gemeinde, ich wünsche mir Familien, die beim Glauben lernen helfen - Menschen, die so viel von ihren eigenen guten Glaubenserfahrungen erzählen und die selbst so froh mit ihrem Glauben sind, dass sich andere dafür interessieren und die genau deshalb nachfragen und „es wissen wollen“ – so wie Thomas.

(Pater George Kalathuparampil)

 

Meditation
Jesus, manchmal zweifle ich an dir.
Es ist so schwer zu glauben,
dass du immer bei mir bist.
Ich kann Thomas gut verstehen,
es ist eine unglaubliche Nachricht,
dass du auferstanden bist!
Thomas muss dich sehr geliebt haben.
Er wollte dich unbedingt wieder sehen,
um ganz sicher zu sein, dass du lebst.
Jesus, manchmal geht es mir genauso wie Thomas.
Ich würde dich am liebsten sehen,
jetzt, hier vor mir, weil ich dich liebe.


GEBET
Guter Gott, Thomas durfte seine Finger in die Wunden Jesu legen. Diese Erfahrung können wir heute nicht machen. Aber auch jedem von uns willst du in deinem Sohn auf seine Art begegnen. Wir bitten dich, dass wir oft spüren können, dass Jesus ganz nahe bei uns ist, dass er uns ganz erfüllt mit seiner Liebe und uns verwandelt.

Segen
Gott, der Herr, führe uns.
Gott, der Herr, begleite uns.
Gott, der Herr, beschütze uns.
So segne uns und halte seine schützende Hand über uns, + der Vater, der Sohn und der Hl. Geist. Amen.

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